Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 1. Juli 2026

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") regeln die Nutzung des SaaS-Dienstes "Bausento" der Voisento GmbH durch Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Mit Vertragsabschluss erkennt der Kunde diese AGB an.

§ 1 Vertragspartner und Geltungsbereich

(1) Vertragspartner des Kunden ist die Voisento GmbH, Röhrer Weg 8, 71032 Böblingen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 801368, vertreten durch den Geschäftsführer Michael Wichterich (nachfolgend "Anbieter").

(2) Diese AGB gelten ausschließlich. Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, soweit der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.

(3) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden den webbasierten Dienst "Bausento" zur sprachgesteuerten Erstellung von Baustellenaufnahmen und der automatischen Erzeugung strukturierter PDF-Dokumente zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils gebuchten Tarifstufe sowie der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Leistungsbeschreibung auf bausento.de.

(2) Der Dienst wird als Software-as-a-Service über das Internet bereitgestellt. Eine Überlassung der Software zur dauerhaften Installation beim Kunden ist nicht geschuldet.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst weiterzuentwickeln und an den Stand der Technik anzupassen, solange der vertraglich vereinbarte Leistungsumfang nicht wesentlich eingeschränkt wird.

§ 3 Testphase

(1) Neukunden können den Dienst 14 Tage kostenfrei testen. Voraussetzung ist die Hinterlegung einer gültigen Zahlungsmethode im Rahmen der Registrierung.

(2) Der Anbieter bucht während der Testphase keine Beträge ab. Eine Abbuchung erfolgt erst nach aktiver Bestätigung der kostenpflichtigen Vertragsfortsetzung durch den Kunden vor Ablauf der Testphase oder durch fortgesetzte Nutzung nach Ablauf, sofern dies bei Registrierung transparent ausgewiesen wurde.

(3) Der Kunde kann die Testphase jederzeit ohne Angabe von Gründen mit Wirkung zum Ablauftermin der Testphase beenden, indem er im Account-Bereich kündigt oder eine entsprechende Mitteilung an kontakt@voisento.de sendet.

(4) Während der Testphase besteht kein Anspruch auf bestimmte Verfügbarkeiten oder Service-Level. Der Anbieter haftet während der Testphase nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

§ 4 Vertragsschluss und Laufzeit

(1) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde im Bestellprozess die kostenpflichtige Tarifoption auswählt, diese AGB akzeptiert und der Anbieter die Bestellung per E-Mail bestätigt oder den Dienst freischaltet.

(2) Die Vertragslaufzeit richtet sich nach der gewählten Abrechnungsperiode. Standardmäßig ist der Vertrag monatlich oder jährlich abrechenbar.

(3) Es besteht keine Mindestvertragslaufzeit. Bei monatlicher Zahlung ist der Vertrag mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündbar. Bei jährlicher Vorauszahlung läuft der Vertrag bis zum Ende der bezahlten Periode, eine anteilige Rückerstattung erfolgt nicht.

§ 5 Preise, Setup-Gebühr und Zahlungsbedingungen

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses unter bausento.de/preise ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich in Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Für die initiale Einrichtung des Accounts fällt nach regulärer Preisliste eine einmalige Setup-Gebühr in Höhe von 490 € netto an. Diese Gebühr entfällt im Rahmen einer zeitlich befristeten Aktion bis zu einem auf der Preisseite ausgewiesenen Stichtag.

(3) Die Zahlung erfolgt im Voraus per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte oder über den Zahlungsdienstleister Stripe. Bei jährlicher Vorauszahlung wird der gesamte Jahresbetrag bei Vertragsabschluss bzw. nach Ablauf der Testphase fällig.

(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe nach § 288 Abs. 2 BGB zu berechnen sowie nach erfolgloser Mahnung den Zugang zum Dienst bis zum vollständigen Ausgleich der offenen Forderungen zu sperren. Die weitergehende gesetzliche Haftung des Kunden bleibt unberührt.

(5) Der Anbieter kann die Preise mit einer Vorankündigungsfrist von 6 Wochen zum nächsten Abrechnungszeitraum anpassen. Der Kunde hat im Falle einer Preisanpassung ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Anpassung.

§ 6 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

(2) Der Kunde verpflichtet sich, den Dienst nicht missbräuchlich zu nutzen, insbesondere keine rechtswidrigen Inhalte zu verarbeiten oder Dritte zu schädigen.

(3) Der Kunde stellt sicher, dass er hinsichtlich der von ihm in den Dienst eingestellten Inhalte (insbesondere Audio-Aufnahmen, Fotos, personenbezogene Daten von Kunden oder Mitarbeitern) zur Verarbeitung berechtigt ist und alle erforderlichen Informations- und Einwilligungspflichten gegenüber betroffenen Personen erfüllt hat.

(4) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten in eigener Verantwortung mit zuzumuten, soweit ein eigenständiger Datenexport technisch möglich ist (siehe § 11).

§ 7 Verfügbarkeit und Service-Level

(1) Der Anbieter betreibt den Dienst mit angemessener Sorgfalt und bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesichert.

(2) Nicht in die Verfügbarkeitsberechnung fließen ein: geplante Wartungsfenster, höhere Gewalt, Ausfälle bei Vorlieferanten und Infrastrukturanbietern, Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters sowie Eingriffe Dritter.

(3) Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten (Mo-Fr, 8-18 Uhr MEZ) durchgeführt und mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt.

(4) Es besteht kein vertraglich garantiertes Service-Level mit pauschalierten Gutschriften, sofern dies nicht ausdrücklich in einer separaten Vereinbarung zugesichert wurde.

§ 8 Mängelrechte

(1) Der Anbieter gewährleistet die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit des Dienstes. Bei Mängeln ist der Anbieter berechtigt und verpflichtet, diese innerhalb angemessener Frist zu beseitigen, etwa durch Bereitstellung eines Updates, eines Workarounds oder einer anderen Lösung.

(2) Mängel sind dem Anbieter unverzüglich schriftlich oder per E-Mail an kontakt@voisento.de mit nachvollziehbarer Beschreibung anzuzeigen.

(3) Schlägt die Mängelbeseitigung trotz zweimaligem Nachbesserungsversuch innerhalb angemessener Frist endgültig fehl, kann der Kunde die Vergütung angemessen mindern oder den Vertrag außerordentlich kündigen.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes sowie im Umfang einer vom Anbieter übernommenen Garantie.

(2) Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Eine wesentliche Vertragspflicht ist eine Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesen Fällen auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Die Haftung des Anbieters für vermögensrechtliche Schäden aus leichter Fahrlässigkeit ist je Schadensereignis auf den Betrag begrenzt, den der Kunde in den der schadensauslösenden Handlung vorausgegangenen 12 Monaten an Vergütung an den Anbieter gezahlt hat (Haftungsobergrenze). Über einen Zeitraum von 12 Monaten ist die Haftung insgesamt auf diesen Betrag beschränkt.

(4) Eine Haftung für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(5) Der Kunde ist verpflichtet, durch zumutbare Maßnahmen (insbesondere regelmäßige Datensicherung und Plausibilitätsprüfung erzeugter Dokumente) den Eintritt und Umfang eines etwaigen Schadens zu begrenzen.

(6) Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass die durch KI-Technologien erstellten Transkripte und strukturierten Aufnahmen Fehler enthalten können. Der Kunde ist verpflichtet, die Ergebnisse vor produktivem Einsatz auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen. Eine Haftung für Schäden aus ungeprüfter Übernahme von KI-generierten Inhalten ist im Rahmen der vorstehenden Absätze ausgeschlossen.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der Datenschutzerklärung.

(2) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (insbesondere Aufmaß-Daten, die personenbezogene Informationen von Endkunden des Kunden enthalten können), schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO. Der Vertrag ist in der unter bausento.de/avv abrufbaren Fassung mit Vertragsbeginn anwendbar. Er kommt im B2B-Geschäftsverkehr in Textform zustande (Akzeptanz beim Signup) und kann jederzeit als PDF heruntergeladen werden.

§ 11 Datenexport und Datenrückgabe

(1) Der Kunde kann seine Inhalte (PDFs, Audio-Aufnahmen, strukturierte Datensätze) jederzeit während der Vertragslaufzeit als ZIP-Export aus dem Dienst herunterladen.

(2) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden einen Datenexport für einen Zeitraum von 30 Tagen zur Verfügung. Nach Ablauf dieser Frist werden die Inhalte gemäß Datenschutzerklärung gelöscht. Backup-Kopien werden im Rahmen der rollierenden Backup-Aufbewahrung spätestens nach 90 Tagen überschrieben.

§ 12 Kündigung

(1) Der Vertrag kann von beiden Parteien gemäß § 4 Abs. 3 ordentlich gekündigt werden. Die Kündigung erfolgt durch entsprechende Aktion im Account-Bereich oder per E-Mail an kontakt@voisento.de.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Zahlungen in Verzug ist, gegen wesentliche Pflichten aus § 6 verstößt oder den Dienst nachhaltig missbräuchlich nutzt.

§ 13 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit einer Vorankündigungsfrist von 6 Wochen ändern. Die Änderungen werden dem Kunden per E-Mail an die im Account hinterlegte Adresse mitgeteilt.

(2) Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 6 Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Rechtsfolge wird der Anbieter den Kunden in der Änderungsmitteilung gesondert hinweisen.

(3) Im Falle eines Widerspruchs gelten die bisherigen AGB fort. Der Anbieter behält sich in diesem Fall vor, den Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende zu kündigen.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Stuttgart, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird hiervon die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für etwaige Regelungslücken.